14 01 07 + 8 - 3 neues aus dem trainingslager

warum hier nichts mehr geschrieben wird seit dem vergangenen jahr, warum warum?
nicht nur, weil wiesbaden nun eher nicht im süden liegt, sondern auch, weil weil.
es gibt dafür keine einfache begründung, sondern bestenfalls eine vielfache, viel viel.

sagen wir es so: es ist der zustand wie in einem trainingslager.

es wird geübt:

schweigen ist gold.

klar würde ich gerne meine kommentare abgeben, etwa zu herrn jauchs vorstellungen vom fernsehen im jahre 2007 – doch was hat das mit sudnews zu tun? also nichts schreiben.

doch da gibt es menschen, die kommentieren in verschiedenen identitäten, dass hier nichts mehr abgeht, nichts mehr zu lesen ist, und mein publikum hat ein recht auf unterhaltung.

nur: wie unterhaltsam wäre das zu erzählende? etwa über die fiktive figur „mein mitbewohner“, der mir vor einigen wochen erklärte, dass er einer der wenigen menschen sei, die einen, ich sags jetzt mal auf deutsch, höhepunkt im mund verspüren können, wenn es was gutes zu essen gibt, und seine bolognese-sauce bis vor kurzem gulasch nannte?

der sich heute positiv über eine ihm einst von mir aus napule importierte rasiercreme äußerte, aber seit tagen so versoffen ist, dass ihn wortfindungsstörungen daran hinderten, den „rasierpinsel“ aus der semantikecke seines verdunsteten hirnes zu ziehen und stattdessen einen „pürierstab“ auswählte. jawoll, gulasch mit püriertem simpelhirn, und schon gibt’s zahnfleischbluten, countdown to ecstasy! hoffentlich kommen steely dan im sommer mal nach europa!

das will doch niemand lesen, also wird hier nix geschriabn! auch über eigene blödheiten hätten wir was im angebot: beim staubsaugen die schnur elegant und versehentlich um den henkel der blumenwasserkanne gewickelt und diese dabei ausgeleert über dem laminat im flur, dem vom ersten versuch mit den breiten ritzen, unwiederholbar und völlig unwissenschaftlich.

viele solcher kleinigkeiten, die anlässlich des großen ganzen eine bedeutung von geht gegen nichts haben, ließen sich erwähnen, soeben stellte ich meinen lieblingssalzstreuer, der seit zehn jahren verlässlich dienst tat, so ab, dass er fiel und das wars dann, nein, das ist nicht belanglos, denn jetzt denke ich nicht mehr beim salzen an jene, die ihn mir einst schenkte, und an ihre perfide beziehung zur psychologie.

auch liegen hier noch flüge herum, die umzubuchen sind, weil sie sonst verfallen, aber das geht seit der aktuellen titelseite der zeit nicht mehr, ohne dabei an irisch radisch zu denken und an die unbeantwortete frage, warum sie nun über ökologisches schreibt. zu viele autoren rausgeworfen von dem di lorenzo? zu teuer, blöde sozialnebenkosten. hier hingegen wollen die stadtwerke sechshundert euri nachzahlung für zwölf monate, das kann nur daran liegen, dass „mein mitbewohner“ sich in der zeit, inder wir nicht hier waren, also im januar und februar „in zweitausendsechs“ täglich acht mal ofenkäse auf- und zwölfmal halbgebackene brötchen fertigbuk, nur daran kanns liegen, an nichts sonst.

wäre die zeit nicht so unbarmherzig vorangeschritten, dann hätten wir jetzt hier seit dezember übrigens neue fenster, überzeugende idee des hausverwalters auf meinen vorschlag einer mietminderung hin, um die hohen nebenkosten erträglicher zu gestalten. doch anfang dezember war es plötzlich schon anfang dezember, und die firma schmidt klamberg sagte, die fenster kommen im januar. leider hatte ich vergessen, nach dem jahr zu fragen, vielleicht kommen sie ja doch schon im dezember.

auch über den nachbarn kann ich mich aufregen, den völlig hirnpürierten amerikaner, der uns täglich zeigt, wie man mit müll noch in den sechziger jahren umging, und dass man als jemand von dieser sorte erst mal dementieren muss: nein, seine katze hat nicht in den flur gepisst, das muss eine andere gewesen sein, hier gibt es keine andere katze, ach sie bezweifeln meine aussage, das schätze ich nicht, ich werde sie foltern lassen, auch, weil die zerspratzten christbaumkugeln auf dem erdgeschossboden zwar aus meiner amikiste kommen, aber keinsfalls mir da rausgefallen sind, so dass ich sie auch nicht beseitigen werde, da muss jemand fremdes in den sonst ja recht sicheren hausflur eingedrungen sein, wahrscheinlich ein iraker, ein iraner oder sonst ein diktator.

logisch ist das ganze gemeckere hier nur ein ausfluss eines kalten truthahnes, denn gibt es ein schöneres datum als den sechzigsten geburtstag david bowies für den trainingsbeginn der abstinenz, und wir sind hier in deutschland, und die deutschen sind ein lagervolk, und ich bin hier im trainingslager, angestachelt vom besitz einer erkältung ohne jede exklusivrechte! ist das jetzt die vogelgrippe?

knapp haben verschiedene medien die tickermeldung aus la spezia kaum redigiert wiedergegeben, da seien zehn deutsche verurteilt worden wegen massaker. es scheint sich also um mehrere massaker gehandelt haben oder um einen grammatikfeler, jedenfalls wurde nur ein name eines deutschen genannt, der daran zwar beteiligt, aber auch schon seit jahren verstorben war und in diesem italienischen prozess keine rolle spielte. wer also wurde bitte verurteilt? zehn deutsche? das ist doch wohl schlimm genug!

wollte ich nicht um elf im bett sein?! wollte der dr schsch nicht noch anrufen? wollte ich nicht noch sagen, dass kaffee ohne zigaretten echt nicht nötig ist? hauptproblem auch von antonio bassolino, ex-kettenrauchender noch-könig von kampanien, der deutsche kaffee von heute nachmittag aber, auf den ich mich eigentlich freute, schmeckte bei geschlossenen augen nach kurzer zeit genau wie mineralwasser mit zucker, und das ist nach chinotto fanta so ziemlich das ekelhafteste im bereich der trinkbaren welt überhaupt. wär schon ganz schön, mal wieder einen blick nach napule zu riskieren, nein, in neapel zu riskieren, schauen, was die avantgarde der sozialen absurditäten so entwickelt hat in den vergangenen monaten, ob sie vielleicht nicht nur ihren vorsprung verkürzt, sondern gar die führung abgenommen bekommen hat, etwa von kleinen halbwüchsigen pissern in wiesbaden, die am vergangenen sonntag in die zunächst aushängenden, dann zweckentfremdeten grünen hundekotbeutel strullerten und diese schließlich, einem archaischen, mir bislang unbekannten balzritual folgend, auf halbwüchsige mädels warfen. gemüsehändler bucak, auch genannt der halsabschneider, trafen sie am schuhabsatz, er nahms mit gelassenheit, ich hätte losprügeln können, obwohl noch nikotinversorgt, besonders nach dem satz des chefpissers, wir leben in einem freien land.

habt ihr jetzt verstanden, was für ein trainingslager das ist? eines, in dem einem die sprache wegbleibt! eines, das noch immer ohne mohamed zidan auskommen muss! wie lange noch?

aber auch das ist egal, denn, noch völlig unbemerkt von der öffentlichkeit, es trainiert noch jemand mit, auf dem die hoffnungen all jener liegen, die noch hoffen können.

und so wünsche ich einen versöhnlichen guten abend und, falls mir in dieser wieder nur die schreibhemmung begegnet, eine angenehme woche.

Ohgott dir mu es ja mies gehen, kannst du auch etwas anderes als jammern? Und bist du nie schuld sondern immer nur die Anderen? Ein schnes Leben dann noch.
trainingslagerspass - 15 01 07 - 10:23

du kannst mich ruhig bei meinem wirklichen namen nennen, du, der du den spass in deinem trgst, ihn aber nicht verstehst.
[f007] - 15 01 07 - 10:55

na servus, weiter ghts. mal eine nette fetzerei zwischendurch.
[paul] () - 15 01 07 - 17:40

kann das gut nachvollziehen. habe gestern bilder umgespeichert und wie ich das schon hundertmal vorher zur arbeitsersparnis machte, eine aktion aufgezeichnet um von einer negativgroen darstellung in 2900dpi auf 10×15er bildgre in 300dpi zu kommen. leider verga ich die auflsung auf die geringere dpi-zahl herunterzusetzen was dazu fhrte das ich statt 2mb dateien 600mb monster errechnete. das fhrte dann dazu das ich nicht 30 minuten sondern 130 minuten fr die verarbeitung brauchte. diese begebenheiten hufen sich in letzter zeit.
[andreas] - 17 01 07 - 11:41

You have sparked my intrigue in this area, thanks for making such a well-thought out post.
Peyton http://taller-height.jimdo.com
Peyton - 23 01 14 - 06:53

  
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